In den Gewässern der Lagunenstadt – Filmfestival Venedig
Venedig, das Mekka für kulturell und historisch Interessierte, liegt im Nordosten Italiens an der adriatischen Küste. Auf hunderttausenden Stelzen erbaut, von tausenden Booten durchfahren. Venedig, die Stadt der Gondeln, Vaporetti (Wassertaxi), Lagunen, Brücken und Tauben. Nächste Woche wird es auch die Stadt der Stars und Sternchen der Filmbranche sein. Vom 29. August bis zum 8. September findet das 64. Filmfestival Venedig am Lido statt. Das Festival “Biennale” gilt neben Cannes und Berlin als eines der drei bedeutendsten weltweit. Eröffnungsfilm am 29. August ist Abbitte (Originaltitel: Atonement) mit der bezaubernden Keira Knightley (Fluch der Karibik) von Regisseur Joe Wright (Stolz & Vorurteil). 22 Filme konkurrieren im Wettbewerb um den Goldenen Löwen. Deutsche Filme sind mal wieder nicht am Start. Der Western The Assassination of Jesse James mit Brad Pitt, Richard Gere´s Film über das Leben von Bob Dylan I´m not there oder George Clooney´s Michael Clayton werden die Massen in Venedig in Wallung halten. Mein persönliches Highlight des Festivals ist der neue Film von Brian De Palma Redacted über das heiße Thema Irakkrieg der USA.
Ich selbst war im Juli in Venedig und will hier gerne meine persönlichen Vor- und Nachteile der Stadt aufzählen:
Was toll war:
- traumhafte Bauten, vor Historie triefende Plätze und filmreife Kulissen
- super öffentliche Verkehrsmittel bzw. Bootsverbindungen (Vaporetto – Wasserbus – fährt im 5- bis 10-Minuten-Takt bis tief in die Nacht)
- die Stimmung gegen Abend, wenn die Horden von Tagestouristen weg sind, ist fantastisch: ich empfehle den Platz San Margherita zum Ausklingen eines gemeinsamen romantischen Abends, Live-Jazz inklusive
- das Eis ist einfach um Klassen besser als in Deutschland – selbst die auf den ersten Blick übelste Snack-Bar hat tolles Eis
- die Ausstellung Biennale (zig länderspezifische Pavillons mit Gemälden, Skulpturen, Video-Installationen etc.) ist sehr sehenswert und in einem tollen Parkgelände beheimatet (Ausstieg “Giardini”)
Was nicht so toll war:
- abartige Preise und mieses Essen in den Restaurants mit Blick auf die berühmte Rialto-Brücke; unter 70 € für ein Essen der Güte “Mikrowelle” läuft nichts; am Lido-Strand kostet ein Sonnenschirm plus eine Liege knapp 16 € / Tag
- unverständlicherweise relativ viele unfreundliche und vor allem rücksichtslose ItalienerInnen
- man muss schon länger suchen, um zu bestimmten Zeiten eine Bar zu finden, in der man “nur” etwas trinken darf
Fazit: 2-3 Tage reichen absolut aus, diese tolle Stadt zu erkunden. Ich würde jederzeit wieder für einen Kurztrip hingehen. Hier noch meine drei unersetzlichen Produkt-Empfehlungen für einen Aufenthalt in Venedig
| Gegen die Sonne: Strohhut | Hilft im Labyrinth Venedig: Navigator | Wichtig: Bequeme und Schuhe |
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24. August 2007 um 12:18 Uhrda spricht der wahre Kenner