Darf gutes Design Geld kosten?

Endlich� mal ein Beitrag, der nicht nur die neuen Technologien in den Mittelpunkt stellt:�

When will people realize, you get what you pay for!

You wouldn’t let your nephew be your accountant, so why would you hire him to build your website? That’s pretty much the question Todd Malicoat is asking with his latest post titled “You wear a suit to work, but let your nephew design your website?” I still just don’t get why people want to cheap out on web design. If you can spend several hundred dollars on a nice suit, you understand why it’s important to make an impression. Why is that so difficult to translate to the web? ….

via Pronet Advertising

Genau diese Diskussionen haben wir auch am Anfang geführt. Auch wir hatten überlegt, ob wir nicht irgendeinen Studenten den neuen Web-Auftritt von edelight designen lassen. Auf den ersten Blick würde sich dass sicherlich rechnen. Während wir jetzt einen fast fünfstelligen Eurobetrag investieren, wären wir mit der Studentenlösung mit Sicherheit im unteren vierstelligen Eurobereich geblieben.

Wir sind� uns aber einig geworden, dass der erste Eindruck entscheidend ist. Es gibt Studien (die ich jetzt nicht finde), die besagen, dass die ersten sechs Sekunden die entscheidenden sind. Danach bleibt oder verlässt der User die Seite. Zu diesem Zeitpunkt hat er keine Ahnung ob wir AJAX oder sonstige nette Technologien einsetzen oder wir Web 2.0 oder gar Web 3.0 sind. Das ist nur für einen geringen Teil der Nutzer relevant (die aber auch wichtig sind, weil sie wiederum die potentiellen Multiplikatoren darstellen).

Gerade in der so genannten Web 2.0-Welt gibt es viele Seiten, die sehr technisch aufgebaut sind (del.icio.us, youtube aber auch qype und openbc). Jetzt kann man natürlich sagen, dass diese Seite auch ohne ein besonderes Design erfolgreich sind (das gilt im übrigen auch für� amazon und google). Richtig, aus meiner Sicht liegt das aber vor allem daran, dass all diese Seiten zu den Firstmovern in ihrem Land gehören und gerade über ihre technologische Neuheit den Reiz beziehen. Dass das auch anders geht, beweisen thisnext und etsy.

Eine weitere wesentliche Herausforderung besteht natürlich auch darin, dass es keinerlei Bezugsrahmen für� Web 2.0-Projekte� gibt. Man(n) kann sich nun mal nicht an 30 Referenzprojekten die besten Sachen herauspicken und es gibt auch keinerlei Erfahrungen, wo man am besten Tagclouds und andere neue Features platziert. Es wird schließlich nicht der 5 Mio. Standardshop eröffnet. So experimentieren derzeit noch viele Unternehmen genau mit diesen Fragestellungen.� �

Unser Ziel war bei der Gestaltung des Designs neben dem ästhetischen Anspruch (welcher im Übrigen sehr subjektiv ist) auch der, dass wir den Usern neue Features in vermeintlich bekannter Wohlfühlumgebung darstellen und das ganze noch etwas emotionaler darstellen. Schenken bzw. shoppen ist ja schließlich etwas Emotionales, oder?

Jetzt müssen wir natürlich beweisen, dass unsere neuen Designs auch wirklich was Besonderes sind. Falls nicht, machen wir einfach unsere Agentur verantwortlich ;-) Um aber meine Eingangsfrage, ob gutes� Design Geld kosten darf, zu beantworten: Ja es darf, aber es muss gut sein!

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  1. Andreas

    12. Oktober 2006 um 13:07 Uhr

    Da kann ich dir nur beipflichten. Der Mensch ist letztenendes ein sehr visuelles Wesen. Deshalb ist es wichtig ein ansprechendes. aber auch funktionelles und gut zu bedienendes Design zu schaffen.

    Leider (oder gott-sei-dank ? :-) ) gibt es dieses nicht für 2,50 € beim Studenten um die Ecke.

    Insofern zwei Daumen hoch von uns an dieser Stelle das ihr nicht gespart habt!

  2. Sigi

    12. Oktober 2006 um 14:54 Uhr

    Getreu dem Motto “richtig oder gar nicht” ist Eure Einstellung natürlich genau die richtige.

    Allerdings hat die Erfahrung gelehrt, dass die Ästhetik tatsächlich kein wesentlicher Erfolgsfaktor darstellt – was ich persönlich bedauere. Beispiele dazu habt Ihr ja selbst genannt.

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