Probleme mit Dankeschönprovisionen

Wir haben heute festgestellt, dass seit einigen Tagen keine Dankeschönprovisionen in den Statistiken angezeigt werden. Im Moment wird gerade die Ursache gesucht. Sobald es News gibt, geben wir Euch Bescheid. Vermutlich liegt es daran, dass wir im Moment so viele Sales haben wie nie zuvor ;-)

1 Mio. Visits in 30 Tagen mit 702,36 Marketing-Budget

Heute möchten wir uns ausnahmsweise wieder extrovertiert freuen, da wir in den letzten 30 Tagen (lt. Google-Analytics) die 1 Mio. Visits erreicht haben.

edelight 1 mio. visits

Schon klar, ist kein Problem. Machen viele. Richtig. Allerdings einige nur mit entsprechenden Marketing-Investitionen. Auch klar, der Traffic ist bescheiden. Falsch. Der Traffic ist gut und die Menschen kaufen sogar richtig ein - sogar so viel, wie zuletzt im November 2008. Richtig, das war die Zeit kurz vor Weihnachten.

Und für alle, die Analytics nicht glauben, lassen wir uns gerade von der IVW verpixeln. Dort bekommen wir aktuell 987.932 Visits angezeigt. Die Abweichung kommt u.a. aus noch nicht verpixelten Seiten.

Hi Google - you got some problems.

Da ich telefonisch gerade niemanden im Valley erreiche, versuche ich es mal per Blog-Post.

Ich surfe gerade so im Internet und sehe folgendes (siehe info unter dem Titel):

Edelight 02

Da wurde mir temporär mal etwas übel. Als ich dann aber festgestellt habe, dass das im Moment bei allen Seiten so ist - selbst bei Google - war ich wieder etwas relaxter. Bin gespannt, welche Auswirkungen das auf unseren Traffic haben wird, da man ja auf eine Zwischenseite geleitet wird.

Google

Update: Hier gibt es die offizielle Google-Meldung von Marissa Mayer persönlich.

In eigener Sache: Positives EBIT nach zwei Jahren

Im Dezember 2008 war es endlich so weit. Wir hatten zum ersten Mal einen profitablen Monat. Wir können an dieser Stelle zwar keine finanziellen Kennzahlen nennen, wer uns aber kennt der weiß, dass wir schon einiges pro Monat verdienen müssen, um ein positives EBIT zu erreichen. Damit wir aber nicht nur abstrakte Dinge schreiben, hier ein paar konkretere Dezember-Zahlen, die wir ohne signifikante Marketingausgaben erreichten:

- 850.000 Nutzer
- 3,5 Mio. Seitenansichten
- 1 Mio. Euro vermitteltes Handelsvolumen

Natürlich sind wir auch ein wenig stolz, ohne dabei zu vergessen, dass 2009 ein sehr interessantes Jahr wird. Ich werde das „R-Wort“ nicht nennen, da wir als StartUp noch so viele Wachstumsoptionen haben, dass wir davon nur partiell betroffen sein sollten.

Außerdem werden wir an unserem schwäbischen Motto „Budderbrod statt Schnitzle kaue“ vorerst nichts ändern, da (leider) nicht in jedem Monat Weihnachten ist.

Es ist trotzdem gut zu wissen, dass unsere Idee – für die uns vor zwei Jahren einige für verrückt hielten – doch monetarisierbar ist und es durchaus legitim ist, über einen längeren Zeitraum viel Geld in Mitarbeiter und Technologie zu investieren, ohne dass sofort die Erträge sprudeln.

Alleine hätten wir das sicherlich nicht geschafft und daher möchten wir uns bei allen bedanken, die uns zu diesem schönen Moment verholfen haben.

Hervorheben möchten wir natürlich unsere sensationelle Community, unsere mittlerweile über 20 Autoren, unsere vermeintlichen Wettbewerber und natürlich die folgenden Blogs, die regelmäßig und konstruktiv über uns berichten:

Basic Thinking Blog
Pauline Pauline
internetszene
imedo
Oliver Gassner
Medienrauschen
Handelskraft
marketing-blog
deutsche Startups
Exciting Commerce
Dein Start-up
Public Beta
Brandkraft
connected marketing
ANDERSdenken
EASN
gruenderszene.de
best-practice-business.de/blog/
dittes.info/blog/
sichelputzer.de
kubitz.net/
bloggas.de
20undso.de
foerderland.de

Die offizielle Pressemeldung gibt es hier.

Markenmissbrauch durch Affiliate-Publisher

In den letzten zwei Wochen werben zwei Affiliate-Publisher unerlaubt mit unserem Namen. Dies führt dazu, dass jeder der auf Google nach edelight sucht, Werbung von diesem Unternehmen angezeigt bekommt:

edelight google-ad

Die Publisher erhoffen sich dabei, dass sie für Anmeldungen Provision von uns bekommen. Mal abgesehen davon, dass wir ihnen keine Provision geben - da sie unerlaubter Weise unsere Marke nutzen, freuen wir uns an dieser Stelle natürlich über kostenlose Werbung.

Dass solche Aktionen aber auch gefährlich sein können, zeigt das folgende Beispiel (von dem ich leider keinen Screenshot mehr finde), in der ein anderer Publisher bis vor zwei Wochen mit dem folgenden Satz geworben hat:

“edelight.de Zu stehlen ist das Geheimnis der Liebe verrückt. Jetzt registrieren!”

Da dieser Text natürlich extrem schlecht ist, ist das Argument der kostenlosen Werbung hier nicht angebracht.

In beiden Fällen liegt im Übrigen eine Verletzung unserer Marke vor.

Wir haben ein Google-Problem (bzw. umgekehrt)

Ich habe schon länger überlegt, ob ich über unser vermeintliches Google-Problem bloggen soll oder nicht. Jetzt ist mir danach.

Seit dem 26.12.07 hat Google ein Großteil unserer Seiten im Index soweit nach hinten fallen lassen, dass sie dadurch faktisch irrelevant wurden. Unser organischer Google-Traffic ist zum beschriebenen Zeitpunkt um ca. 80% zurückgegangen. Damals dachten wir noch, dass der Effekt auf die Nachweihnachtszeit zurückzuführen ist. Da sich der Traffic aber nie wieder so richtig erholte war irgendwann klar, dass da etwas schief läuft.

edelight google organic

Interessant war vor allem, dass es in den folgenden Wochen immer wieder zu Ausschlägen auf das alte Niveau kam (z.B. Mitte Januar, Anfang Februar, Anfang März und abschließend Mitte April). Jedes Mal folgte die Ernüchterung allerdings nach wenigen Tagen.

Mittlerweile sind wir wieder bei ca. 50% des alten organischen Traffics angelangt. Allerdings handelt es sich dabei um andere gut gelistete Bereiche. Unsere damaligen starken Bereiche sind nach wie vor nicht relevant.

Schon gut. Wir sind ja ein Community-Modell und sollten gefälligst unabhängig von Google sein. Das mag sein und in der Tat trifft es uns nicht ganz so dramatisch. Ich will das Problem allerdings nicht schmälern. Die Entwicklung hat uns schon einiges an Nerven gekostet (und auch Umsatz) und es ist auch ein sau doofes Gefühl, dass man faktisch machtlos ist.

Mein Fazit: Ehrlich gesagt, habe ich noch keins.

Unsere Alexa-Entwicklungen

Jaja. Da schaue ich mir doch gerade mal unseren Alexa-Chart an und muss feststellen, dass wir wohl kurz vor dem Web-Konkurs stehen:

edelight alexa

Schon klar, dass Alexa nicht wirklich aussagekräftig ist und alle Profis neuerdings Google-Trends nutzen. In der Vergangenheit konnte man aus Alexa immerhin leichte Tendenzen herauslesen. So stimmt z.B. die grobe Tendenz, dass wir seit Anfang des Jahres wachsen und in den letzten Wochen ein paar größere Sprünge gemacht haben (allerdings nicht ganz so volatil).

Zu Google-Trends möchte ich noch ergänzen, dass dort für unsere Seite ein Gegentrend gegenüber Alexa zu erkennen ist. Während Alexa relativ volatil ist, sind die Entwicklungen bei Google-Trends zu gering ausgeprägt:

edelight google-trends

Fazit: Wenn man beide Entwicklungen übereinander legt, dann dürfte das die Realität gar nicht so schlecht abbilden.

Monetarisierung des Longtails bzw. edelight

Ich werde sehr oft gefragt, wie bzw. woran edelight eigentlich verdient. Offensichtlich ist, dass wir seit jeher Erträge auf Basis von Affiliate-Provisionen bekommen – das sind Provisionen, die wir von unseren Partnershops bekommen – und seit wenigen Wochen Erträge auf Basis von Werbung erzielen – hier verdienen wir pro Einblendung eines Werbebanners. Während sich die Werbeerträge relativ einfach skalieren lassen – durch eine höhere Reichweite bzw. höhere Netto-TKPs (vorausgesetzt die Qualität der Zielgruppe bleibt bestehen), lassen sich die Affiliate-Provisionen nicht so einfach skalieren.

Limitierung der User = Maximieren der Monetarisierungswahrscheinlichkeit

Einige unserer Wettbewerber stellen Ihren Nutzern einen festen Produktpool zur Verfügung, aus dem sie Produkte empfehlen oder Listen erstellen können. Das hat u.a. den Vorteil, dass theoretisch jedes Produkt bzw. jede Empfehlung monetarisierbar ist.

Wir haben uns von Anfang an entschieden, keine derartige Limitierung der Content-Basis vorzunehmen, da man dadurch auch indirekt Gefahr läuft, die Qualität des Contents zu steuern bzw. nicht die gewünschte kreative Vielfalt schafft. Theoretisch wäre es dadurch möglich, dass wir am Ende des Tages keinen Cent verdienen, da es sich bei allen Empfehlungen um Produkte aus nicht Partnershops handelt (dem ist natürlich nicht so).

Affiliate Programme = Es lebe der Mainstream
Durch die existierenden Affiliate-Programme (affili.net, zanox, superclix, etc.) ist es ja relativ einfach Standard-Partner zu bekommen. Dies reicht in unserem Fall, um ca. 30-40% des bestehenden Contents (unstrukturiert) zu monetarisieren. Es gibt allerdings zwei Probleme: Zum einen gilt es auch die restlichen 60-70% an Content zu monetarisieren und zum zweiten handelt es sich bei einem Großteil der Standard-Partner um Standard-Content. Damit meine ich, dass es sich um Produkte handelt, die jeder kennt und dadurch der Innovations- bzw. Begeisterungsgrad i.d.R. relativ gering ist.

Commerce- und Vermarktungs-Erträge lassen sich nicht vereinbaren!?
Eine mögliche Lösung wäre natürlich die Erkenntnis, dass wir auf die Commerce-Fokussierung verzichten und unsere Seite nur noch vermarkten. Dagegen sprechen allerdings zwei wesentliche Punkte: Erstens mögen wir keine Banner (und es fiel uns wirklich schwer, diese auf unsere Seite einzubinden) und zweitens haben wir trotz der vermeintlich geringen Partnershopdurchdringung eine relativ hohe Konvertierungsrate (der Anteil an Menschen, die in Shops, in die sie übergeleitet werden etwas kauft). Es wäre also schade, dieses Asset zu verschenken.

Die Lösung: Emanzipation von bestehenden Business-Logiken bzw. Prozessen
Noch mal kurz zusammengefasst: Wir wollen unsere Nutzer bei der Schaffung von Content nicht limitieren, können allerdings 60-70% des Contents nichts monetarisieren und haben trotzdem gute Konvertierungsraten. Es liegt jetzt natürlich schon nahe was kommt: Ja, wir haben unser eigenes System entwickelt, mit dem wir ab jetzt in der Lage sind, jeden Shop dieser Welt auf edelight zu integrieren. Nein, wir fangen nicht an, irgendwelche Pay per Click-Modelle anzubieten – im Gegenteil.

Viele Experten messen uns tagtäglich an Innovationen, die wir im Frontend zum besten geben. Ganz wenige – eigentlich ist es niemand – misst uns daran, wie wir unsere Mitarbeiter künftig bezahlen wollen. Gleich mal vorab: Die Wahrscheinlichkeit, dass man Innovation per se monetarisieren kann ist primär bei Paradigmen-Projekten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu unterstellen (Sorry, klingt jetzt etwas akademisch). Viele Innovatoren schaffen es am Ende des Tages allerdings nicht und werden so zu den Bauernopfern der verbleibenden Wettbewerber. Damit es uns nicht auch so geht, haben wir in den letzten Wochen etwas weniger am Frontend innoviert.

Das es mir in diesem Beitrag primär darum ging, aufzuzeigen was man bei der Monetarisierung von Geschäftsmodellen zu beachten hat und nicht um die Vorstellung unserer neuen Lösung, muss der Interessierte noch ein paar Tage warten, bis wir diese offiziell vorstellen werden.

Neues Job-Angebot: Volontär Marketing/PR

Ab sofort suchen wir eine(n) Volontär(in) für den Bereich Marketing/PR. Weitere Infos gibt es hier.

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen.

Wenn die Kinder erwachsen werden: Justaloud gewinnt Web 2.0 Start-up Award

Gestern hat unser zweites Projekt justaloud.com doch glatt den ersten Platz beim Web 2.0 Start-up Award auf dem Web 2.0-Kongress in Wiesbaden erreicht. Vor dem Hintergrund, dass es der erste Wettbewerb war bei dem justaloud.com teilgenommen hat und andere bekannte Projekte wie z.B. BuyVip oder Juicywalls mitgepitched haben, ist es erst Recht eine tolle Anerkennung der bis dato geleisteten Arbeit.

Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich fast ein wenig wehmütig werde, denn so schnell kann es gehen; vorgestern noch Idee, gestern noch Beta und heute schon auf dem Treppchen.

Egal, wir sind Stolz auf das Team und schicken schöne Grüße in das Büro nebenan ;-)