dauert bei mir jetzt ca. 12 Min aber keine Angst, darum geht es an dieser Stelle nicht.
An dieser Stelle möchte ich kurz darstellen, wie und warum wir uns für unser jetztiges Büro entschieden haben.
Grundsätzlich hatten wir uns am Anfang ein Budget gesetzt. Das lag theoretischer Weise bei 1.500,- Euro. So hatten wir es auch im Businessplan kalkuliert. Generell ist dieser Wert auch in Ordnung. Wenn man dann allerdings auf die Suche geht und entsprechende Objekte besichtigt, dann kommt man langsam ins nachdenken: “coole Räume, gute Lage, brauchen wir das wirklich, eigentlich viel Geld für den Anfang, muss das sein? usw.”.
Insbesondere weil wir das Projekt� aus unserer eigenen Tasche finanzieren, haben wir das Budget dann sukzessive mental abgesenkt. Gleichzeitig kamen die ersten Überlegungen kein eigenes Büro� sondern Flächen in einem Office-Center zu mieten. Solche Plug-and-Work-Lösungen haben wir dann u.a.� hier� und� hier besichtigt. Das ganze ist schon klasse, die komplette Infrastruktur besteht. Angefangen von den Möbeln, Telefonen, Kopiergeräten bis hin zu einer Sekräterin ist alles da - von der ersten Minute. Je nach Anbieter kann man sogar auf die Konferenzräume in anderen Städten zugreifen. Plug-and-Work eben.
Bei einer TCO-Betrachtung (Total Cost of Ownership) schneiden diese Büros auch relativ gut ab (bei einem Betrachtungszeitraum von ca. 12 Monaten). Konkret hätten wir zwischen 800-1.200,- Euro pro Monat gezahlt. Bis auf die Gebühren für Telefon und den Kopierer wäre dann alles integriert. Als Bürofläche hätten wir dann mit unserem� Budget ca. 20qm zur Verfügung gehabt. Das ganze im übrigen� auch in guten Lagen mit entsprechender Infrastruktur.� Wir hatten uns dann eigentlich schon für einen Anbieter entschieden und wollten nur noch die Finanzierungszusage abwarten, da wir uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht an fixe Verträge binden wollten. Soweit so gut - Teil I.
Im Zuge der Bürobesichtigungen hatten wir aber auch verschiedene leerstehende Büros begutachtet. Unter anderem eine alte Fabrik, die derzeit zu einem Gewerbepark umfunktioniert wird. Der Start-up-Klassiker. Es gab� Flächen zwischen� 20-2000qm. Riesen Räume, hohe Decken und sehr authentisch - inkl. (Denk-)Freiraum für die Birne. Wir hatten uns spontan in eine 140qm-Fläche verliebt. Dann kam aber noch eine zweite Liebe (nein, wir gehen eigentlich nicht fremd aber wir waren ja noch ungebunden). Dabei handelte es sich um ein Eck-Büro mit ca. 114qm Fläche, das derzeit von einem Fotografen als Atelier genutzt wird. Da war es also, das Start-up-Büro, von dem die meisten jungen Unternehmen� träumen. Fast so schön wie bei Google (es fehlte eigentlich nur die kostenlose Kantine).
Das ganze hätte uns dann pro qm 5,50 Euro + 1,- Euro Nebenkosten gekostet. Also ein Traum für 750,- Euro warm. Wir hätten unser geplantes Budget sogar um ca. 50% unterschritten. Soweit so gut - Teil II.
Dummerweise (aus meiner damaligen Sicht) wurde uns dann noch ein 35qm Büro gezeigt. Ganz nett, aber nicht der Brüller. Sehr hell, kompakt und auf seine Weise auch authentisch. Das haben wir dann auch genommen. Warum? Gute Frage, diese habe ich immer wieder an Steffen und Tassilo gestellt
Nein, zum jetzigen Stand reichen uns 35qm völlig aus, da max. 3 Personen gleichzeitig im Büro sind. Das geht natürlich nur, da wir einen Großteil extern entwickeln lassen. Ausserdem ist das ganze bei einer TCO-Betrachtung unschlagbar günstig. Obwohl wir die ganze Einrichtung jetzt selbst beschaffen müssen (allerdings exklusive einer Sekräterin), haben wir bereits nach ca. 3 Monaten einen Kostenvorteil. Und 3 Monate werden wir auf jeden Fall existieren. Sollten wir� mehr Platz benötigen (was wir natürlich hoffen), dann gibt es hier noch die ein oder andere charmante Lösung, die wir� alternativ nutzen könnten. Im übrigen� haben wir jetzt einen� schönen Blick ins Grüne und seit heute sogar unsere erste Büropflanze
Ein Punkt, der allerdings gegen unseren jetzigen Standort spricht, ist die Lage. Wir sind jetzt nicht direkt in Stuttgart und haben lange diskutiert, ob das sinnvoll ist. Insbesondere unter Recruiting-Aspekten� (Studenten, Diplomanden und Co.) ist die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel nicht optimal. Daran soll es aber nicht scheitern. Sollte ein guter Mitarbeiter nur aufgrund fehlender öffentlicher Verkehrsmittel nicht in der Lage sein unser Büro zu erreichen, dann stellen wir ihm oder ihr einfach einen SMART (natürlich mit edelight-Werbung), den wir aus den Miet-Ersparnissen finanzieren werden
Ach so, ich kann mit der Lösung mittlerweile übrigens auch sehr gut leben.